Das Kilometergeld ist die einfachste Art, beruflich gefahrene Kilometer mit dem eigenen Fahrzeug steuerlich geltend zu machen. Seit der Erhöhung 2025 gelten in Österreich höhere Sätze als jahrelang zuvor – und 2026 bleiben sie unverändert auf diesem Niveau. Hier findest du alle aktuellen Werte, die Höchstgrenzen und was die Pauschale wirklich abdeckt.
Das amtliche Kilometergeld 2026 im Überblick
Das amtliche Kilometergeld 2026 unterscheidet nach Fahrzeugart. Maßgeblich ist immer der gefahrene berufliche Kilometer, nicht der tatsächliche Spritverbrauch.
| Fahrzeug | Satz pro km | Höchst-km/Jahr |
|---|---|---|
| Pkw | 0,50 € | 30.000 km |
| Motorrad | 0,25 € | 30.000 km |
| Fahrrad / E-Bike | 0,25 € | 3.000 km |
| Mitfahrerzuschlag | 0,15 € | — |
Für jede mitgenommene Person, die ebenfalls beruflich unterwegs ist, kommt der Mitfahrerzuschlag von 0,15 €/km dazu. Damit deckst du die Mehrkosten ab, die durch das gemeinsame Fahren entstehen.
Kilometergeld-Sätze 2026 nach Fahrzeugart
0,50 €
pro km mit dem Pkw
bis 30.000 km/Jahr
0,25 €
pro km mit dem Motorrad
bis 30.000 km/Jahr
0,25 €
pro km mit Fahrrad oder E-Bike
bis 3.000 km/Jahr
0,15 €
Mitfahrerzuschlag pro km
je beruflich mitfahrender Person
0,50 €
pro km mit dem Pkw
30.000
steuerfreie km pro Jahr beim Pkw
0,25 €
pro km mit Motorrad, Fahrrad oder E-Bike
Wie viele Kilometer sind steuerfrei?
Beim Pkw sind pro Kalenderjahr bis zu 30.000 km mit dem vollen Kilometergeld gedeckt. Fährst du beruflich mehr, ist der übersteigende Teil nicht automatisch verloren – du kannst stattdessen die nachgewiesenen tatsächlichen Kosten ansetzen. Das lohnt sich aber nur in seltenen Fällen, weil es eine vollständige Belegsammlung über das ganze Jahr voraussetzt: jeden Tankbeleg, jede Servicerechnung, Versicherung und Abschreibung müsstest du dann lückenlos dokumentieren. Für die meisten ist die Pauschale deshalb der einfachere Weg.
Beim Fahrrad und E-Bike liegt die Grenze bei 3.000 km im Jahr. Für das Motorrad gilt – wie beim Pkw – die Obergrenze von 30.000 km. Wichtig ist, dass du nur berufliche Kilometer ansetzt: Beim Firmenauto zählen Fahrten zwischen Wohnung und Arbeitsstätte als Privatnutzung, während beim EPU die Strecke zwischen Wohnung und Betriebsstätte betrieblich veranlasst ist.
Was das Kilometergeld alles abdeckt
Der entscheidende Punkt, der in der Praxis oft übersehen wird: Das Kilometergeld ist eine Pauschale. Mit dem Satz pro Kilometer sind sämtliche laufenden Fahrzeugkosten bereits abgegolten.
- Treibstoff bzw. Strom
- Service und Reparaturen
- Versicherung und Abschreibung
- Maut und Vignette
- Parkgebühren
Du kannst diese Kosten also nicht zusätzlich absetzen. Wer Kilometergeld verrechnet, hat damit alles abgegolten – ein separater Tankbeleg oder eine Werkstattrechnung erhöht die Pauschale nicht.
Wer Kilometergeld ansetzt, hat damit jede Fahrzeugkostenart abgedeckt – Sprit, Service und Versicherung lassen sich nicht ein zweites Mal geltend machen.
Seit 2025 erhöht – und 2026 stabil
Über viele Jahre lag das Kilometergeld für den Pkw bei 0,42 €/km. Mit der Erhöhung 2025 stieg der Satz auf 0,50 €/km, und die Sätze für Motorrad, Fahrrad und E-Bike wurden auf einheitliche 0,25 €/km angehoben. Diese Werte gelten für Kilometergeld Österreich 2026 unverändert weiter.
Damit das Finanzamt die Kilometer anerkennt, brauchst du einen lückenlosen Nachweis der beruflichen Fahrten. Ein gesetzlicher Zwang zum Fahrtenbuch besteht in Österreich zwar nicht – faktisch ist es aber unverzichtbar, um das Kilometergeld zu belegen. Pro Fahrt gehören Datum, Kilometerstand am Anfang und Ende, Ausgangs- und Zielort mit Adresse sowie der konkrete Zweck oder Kunde in die Aufzeichnung. Ein bloßes „Termin" reicht nicht; und die Einträge sollten zeitnah am Tag der Fahrt entstehen, nicht am Monatsende rekonstruiert werden.
Wie viel am Jahresende tatsächlich herauskommt, rechnest du am schnellsten mit dem Kilometergeld-Rechner aus, der die aktuellen Sätze und die Höchstgrenzen bereits berücksichtigt.
Fazit
Die Kilometergeld-Sätze 2026 sind klar geregelt: 0,50 €/km für den Pkw bis 30.000 km, je 0,25 €/km für Motorrad und Fahrrad sowie 0,15 €/km für Mitfahrende. Weil die Pauschale alle Fahrzeugkosten abdeckt, ist sie für die meisten unkompliziert und vorteilhaft. In Detailfällen – etwa bei sehr hoher Jahresfahrleistung – lohnt im Zweifel ein kurzer Blick mit der Steuerberatung.
Erfasse jede berufliche Fahrt von Anfang an sauber, dann steht deinem Kilometergeld am Jahresende nichts im Weg.
