Das amtliche Kilometergeld ist eine Pauschale, mit der du jeden betrieblich gefahrenen Kilometer abrechnest, ohne einzelne Belege zu sammeln. In Österreich liegt der Satz für den Pkw bei 0,50 €/km und deckt sämtliche Fahrzeugkosten gemeinsam ab. Genau dieses "gemeinsam" wird oft übersehen, deshalb folgt hier, was der Betrag wirklich umfasst.
Was deckt das Kilometergeld ab?
Die Frage "Was deckt Kilometergeld ab?" hat eine kurze Antwort: alles, was dein Auto an laufenden und anteiligen Fixkosten verursacht. Der Satz ist keine reine Spritpauschale, sondern eine Mischkalkulation über die gesamte Lebensdauer des Fahrzeugs.
- Treibstoff oder Ladestrom
- Abschreibung und Wertverlust
- Haftpflicht- und Kaskoversicherung
- Service, Wartung und Reparaturen
- Maut, Vignette und Parkgebühren
Was im Satz von 0,50 €/km steckt
Treibstoff
Sprit oder Ladestrom
AfA
Abschreibung & Wertverlust
Versicherung
Haftpflicht & Kasko
Service
Wartung & Reparatur
Maut
Vignette & Parken
Weil die Kilometergeld-Abdeckung so breit ist, brauchst du für diese Posten keine separaten Rechnungen aufzuheben. Du multiplizierst schlicht die betrieblichen Kilometer mit dem Satz.
0,50 €
pro km für den Pkw
30.000 km
maximal pro Jahr absetzbar
0,15 €
Mitfahrerzuschlag je km
Warum du Sprit nicht zusätzlich absetzen kannst
Hier liegt der häufigste Irrtum: Wer Kilometergeld abrechnet, möchte oft die Tankbelege noch obendrauf legen. Das geht nicht. Der Treibstoff ist im Satz von 0,50 € bereits eingepreist, ein doppelter Ansatz wäre eine doppelte Berücksichtigung derselben Kosten.
Das Kilometergeld ist eine Pauschale. Entweder du nimmst sie ganz, oder du rechnest mit tatsächlichen Kosten, aber nicht beides nebeneinander.
Dasselbe gilt für Versicherung, Service oder die Vignette. Sobald du das Kilometergeld nutzt, sind all diese Posten abgegolten. Ein zusätzlicher Abzug einzelner Fahrzeugkosten ist ausgeschlossen.
Kilometergeld oder tatsächliche Kosten?
Du hast die Wahl zwischen zwei Wegen. Die Pauschale ist einfach und belegarm. Der Nachweis tatsächlicher Kosten lohnt sich vor allem bei hoher Fahrleistung oder teuren Fahrzeugen, ist aber deutlich aufwändiger, weil du jeden Beleg brauchst.
| Amtliches Kilometergeld | Tatsächliche Kosten | |
|---|---|---|
| Was zählt | 0,50 €/km pauschal | Einzelne Belege |
| Sprit extra | nein, enthalten | ja, mit Beleg |
| Aufwand | gering | hoch |
| Obergrenze | 30.000 km/Jahr | keine |
| Nachweis | Fahrtenbuch | Fahrtenbuch + alle Rechnungen |
Beide Wege setzen voraus, dass du die betrieblichen Fahrten lückenlos und zeitnah dokumentierst. Ohne sauberes Fahrtenbuch erkennt das Finanzamt weder die Pauschale noch die tatsächlichen Kosten an. Wie hoch dein Kilometergeld konkret ausfällt, rechnest du in wenigen Sekunden mit dem Kilometergeld-Rechner aus.
Welcher Weg unterm Strich günstiger ist, hängt von Fahrzeug, Kilometerleistung und Kostenstruktur ab. In Grenzfällen klärst du das am besten mit deiner Steuerberaterin oder deinem Steuerberater.
Fazit
Das amtliche Kilometergeld bündelt mit 0,50 €/km alle Pkw-Kosten in einem einzigen Satz, von Treibstoff über Abschreibung bis zur Vignette. Genau deshalb kannst du Sprit nicht noch einmal gesondert absetzen. Wer die Pauschale nutzt, spart sich das Belegsammeln, braucht aber ein lückenloses Fahrtenbuch als Grundlage.
Rechne deinen Betrag vorab durch und führe dein Fahrtenbuch von Anfang an lückenlos, dann hält die Abrechnung auch einer Prüfung stand.
